Fjordgedanken

Zwischen Runenstein und Schreibtisch

Warum ein Schlussstrich auch ein Anfang sein kann

6cccb58a7825e545

Manchmal sind die Dinge und Tatsachen anders, als sie mal vor einiger Zeit versprochen wurden. Manchmal ärgert man sich über Veränderungen, die eigentlich keine sein sollten – und manchmal ist man einfach müde und braucht eine Pause: Zeit für einen kleinen spontaner Gedankengang!

Wenn man etwas verändern will, hört man gerne zu. Man ist begeistert von der neuen Aufgabe und lässt sich vom Reiz des Neuen einfach mitreißen. Ich habe schon immer genossen, Dinge nachhaltig aufzubauen - ich bin kein Verwaltungsmensch, das überlasse ich lieber anderen. Aber wenn sich herausstellt, dass das Verwalten oder Festhalten am Alten gewollter ist als eine längst überfällige und notwendige umfassende Veränderung – was wird dann aus der eigentlichen Aufgabe, über die ich vor drei Jahren ebenfalls an der dänischen Küste nachgedacht habe?

Wenn regionale Aufteilungen nicht den Himmelsrichtungen entsprechen (oder das verspätet umgesetzt wird), wenn zwei moderne Teams nicht das tun dürfen, was sie auszeichnet und was funktioniert, wenn die Geschäftsmodelle von „gestern“ immer noch allgegenwärtig sind und Entscheidungsträger sich mit „Ja-Sagern“ umgeben, die diese Geschäftsmodelle bewusst aufrechterhalten – ist es dann nicht an der Zeit, meine eigene Rolle zu hinterfragen? Warum erlaubt man es den Mitarbeitern nicht, kundenorientiert zu arbeiten und die jeweiligen Silos endlich abzubauen?

strasse_nach_hvide_sande

Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich will nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen. Keine extremen regionalen „Clash of Cultures“ mehr und keine Unterschiede aufgrund eines vernachlässigten (oder ignorierten!) PMI-Prozesses. Keine Menschen mehr, die ihren Zenit bereits überschritten haben und immer noch Einfluss nehmen dürfen – und das Unternehmen dennoch überhaupt nicht voranbringen oder es sogar bremsen. Ein Zeichen, dass die Aufgabe, für die man eingestellt wurde, immer noch gefragt ist: Ein Bekenntnis zum modernen Business der 2020er Jahre! Ein Schnitt, eine finale Entscheidung wird früher oder später getroffen werden müssen – lieber früher als später, denn es zehrt an mir und frisst mich (und einige andere) schlichtweg auf.

Der erste Schnitt ist getan – und auch wenn es nur um die eigene Frisur geht und dies nur teilweise befreiend wirkt, könnte es durchaus für etwas Neues stehen, für eine neue Phase oder einen neuen Ansatz! Das ist unerlässlich und mag kompromisslos erscheinen, aber es ist irgendwie der einzige Weg, wieder mit sich selbst im Reinen zu sein: Der derzeitige Zustand ist keiner, den ich langfristig ertragen kann, will oder werde - in meinem Sinne, im Sinne meiner Familie und all derer, die mit dem richtigen Mindset diese Art der Challenge mit mir teilen!

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf einer meiner Vorgängerblogs am 25. April 2025 und ist heute aktueller denn je!

Gedanken, Arbeit, Zukunft

⬅ Vorheriger Beitrag
Der Mammutmarsch Ruhrgebiet 2026